Psychotherapie Kaczmarek Frankfurt

FAQ - Häufig gestellte Fragen

WAS IST PSYCHOTHERAPIE?

Psychotherapie ist eine Behandlung von psychischen Erkrankungen. Die Behandlung erfolgt mit Hilfe von wissenschaftlich anerkannten Verfahren und Methoden. Psychische Erkrankungen können eine Beeinträchtigung im Erleben und Verhalten hervorrufen und unser seelisches und körperliches Wohlbefinden einschränken. Wenn psychische Erkrankungen zu Leid, Angst, Begrenzung der Lebensqualität sowie Krankheitserscheinungen führen und nicht mehr allein oder mit Hilfe der Freunde und der Familienangehörigen gelöst werden können, ist eine Psychotherapie sinnvoll und empfehlenswert. 

Eine Psychotherapie erfolgt über das persönliche Gespräch. Im Rahmen der Behandlung werden auch spezielle Methoden und Techniken (z. B. Rollenspiele, Expositionsübungen, freie Mitteilung von Gedanken etc) eingesetzt, um so die notwendige Veränderung zu unterstützen. 

WIE FUNKTIONIERT EINE PSYCHOTHERAPIE? 

Psychotherapie hilft, die psychische Erkrankung durch das Gespräch mit dem Therapeuten zu lindern. Eine Behandlung kann im Rahmen einer Einzelsitzung oder im Rahmen einer Gruppentherapie stattfinden. Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg jeder Psychotherapie ist eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Patienten und Therapeuten. Zudem spielt auch das geplante Psychotherapieverfahren eine wesentliche Rolle, je nachdem mit welchen Erwartungen der Patient in die Therapie kommt. 

Insgesamt ermöglicht Psychotherapie, in einem geschützten Rahmen das eigene Erleben, Verhalten und die Beziehungserfahrungen zu besprechen und zu bedenken, um schließlich Veränderungen herbeizuführen und diese im Alltag auszuprobieren. 

WER ÜBERNIMMT DIE KOSTEN FÜR EINE PSYCHOTHERAPIE?

Im Erstgespräch (Psychotherapeutische Sprechstunde) wird geklärt, ob eine Psychotherapie für die von dem Patienten geschilderte Problematik indiziert ist. Wenn eine psychotherapeutische Behandlung für die geschilderten Symptomen notwendig ist, kann die gesetzliche Krankenkasse die Kosten übernehmen. Der Patient muss lediglich seine Gesundheitskarte vorlegen, eine Überweisung ist nicht mehr erforderlich. Eine Erziehungs-, Ehe-, Lebens- oder Sexualberatung gilt nicht als eine Psychotherapie und wird somit von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. 

WIE WIRD EINE PSYCHOTHERAPIE BEANTRAGT?

Bevor eine Psychotherapie beantragt wird, finden 2-4 Probegespräche (probatorische Sitzungen) statt. In dieser Zeit kann geprüft werden, ob die "Chemie" zwischen dem Patienten und Therapeuten stimmt. Hierbei wird auch die Vorgehensweise des Therapeuten erklärt. Danach werden die Therapieziele und den Behandlungsplan besprochen. Entscheidet sich sowohl der Patient als auch der Therapeut für eine Psychotherapie, stellt der Patient bei seiner Krankenkasse einen Antrag auf Kostenübernahme. Bei einer Langzeittherapie (60 Therapiesitzungen) wird zusätzlich ein Bericht von dem Therapeuten erfasst, in dem er die Notwendigkeit einer Langzeittherapie begründet. Dieser Bericht wird ohne Nennung des Patientennamens an einen externen Gutachter weitergeleitet. Nach Eingang des Antrags prüft die Krankenkasse, ob eine Kostenzusage erfolgen kann. Die Entscheidung der Krankenkasse wird dem Versicherten mitgeteilt. 

WER KANN EINE PSYCHOTHERAPEUTISCHE BEHANDLUNG DURCHFÜHREN?

Psychotherapie darf bei Erwachsenen nur von den Psychologischen Psychotherapeuten und psychotherapeutisch tätigen Ärzten durchgeführt werden. Die Psychotherapeuten müssen auch über eine Kassenzulassung verfügen, wenn sie mit den gesetzlichen Krankenversicherungen abrechnen. 

WELCHE PSYCHOTHERAPEUTISCHEN BEHANDLUNGSMÖGLICHKEITEN GIBT ES?

  • Analytische Psychotherapie

Die Psychoanalyse geht davon aus, dass Krankheitssymptome durch konflikthafte unbewusste Verarbeitung von frühen im Leben erworbenen Lebens- und Beziehungserfahrungen verursacht werden. Das Erkennen und Bewusstmachen von verdrängten Gefühlen und Beziehungsmustern spielt bei der Behandlung eine zentrale Rolle.

  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie nimmt an, dass Krankheitssymptome als Folge von aktuellen Konflikten in Beziehungen oder von nicht bewältigten Konflikten aus früheren Lebensphasen gesehen werden müssen. Ziel der Behandlung ist es, die unbewussten Konflikte der aktuellen Symptomatik zu erkennen und sich mit diesen auseinanderzusetzen, um eine Veränderung im Erleben und Verhalten zu erreichen. 

  • Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie sieht psychische Erkrankungen als Ergebnis von bewussten und nicht-bewussten Lernprozessen. Es wird erarbeitet, welche Bedingungen der Lebensgeschichte und der aktuellen Lebenssituation zur Entstehung und Aufrechterhaltung der psychischen Beschwerden beigetragen haben. Der Patient wird in der Verhaltenstherapie aktiv dazu motiviert, sein Verhalten, Denken und Gefühle zu verändern mithilfe der vorhandenen Stärken und Fähigkeiten.

In der Praxis für Psychotherapie Wiesbaden wird die Verhaltenstherapie eingesetzt. 

Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung